23.Mai.2019 - Übergabe AED, Überarbeitung Brandschutzbedarfsplan

Förderverein unterstütz Feuerwehr Lehesten

Am 15.05.2019 übergab Martin Hager, Vorsitzender des Feuerwehrförderverein Lehesten einen so genannten „Automatischer Externer Defibrillator", kurz AED an Stadtbrandmeister Dennis Zwerrenz!

Das Gerät wurde mit 1.900 Euro zu 100 % vom Förderverein der Feuerwehr Lehesten angeschafft.
Die Chance eine lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung und damit den plötzlichen Herztod zu entgehen, ist die schnelle Unterbrechung der elektrischen Unordnung im Herzmuskel durch einen Elektroschock, so dass der Herzmuskel wieder geordnet schlagen kann. Dieses ist die Aufgabe des AED, der selbstständig analysiert, ob ein Schock abgegeben werden muss oder die bekannten Maßnahmen der Wiederbelebung, Beatmung und Herzdruckmassage, ausreichen.

Durch Sprachausgabe leitet der AED den oder die Helfer durch die erforderlichen Maßnahmen, wie Aufkleben der Elektroden, Beatmung und Herzdruckmassage bis der Rettungsdienst eintrifft. Dieses Gerät ist ebenfalls durch einen Knopfdruck auch für Kinder nutzbar.
Das Gerät wird auf unserem Mehrzweckfahrzeug mitgeführt. Dadurch sind wir nun für auftretende medizinische Notfälle während des Übungs- und Einsatzdienstes gewappnet. Ebenfalls steht es dem Bürgern jederzeit im Notfall zur Verfügung! Hierfür noch mal ein großes Dankeschön!



Brandschutzbedarfsplan überarbeitet

In unzähligen Stunden wurde auf Grundlage des Thüringer Brand und Katastrophenschutzgesetzes und der Thüringer Feuerwehrorganisationsverordnung der bestehende Brandschutzbedarfsplan überarbeitet. In solch einem Plan werden Maßnahmen festgelegt, die in den beiden oben genannten Gesetzen gefordert werden. So ist fest gelegt das die Freiwillige Feuerwehr im gesamten Stadtgebiet mit den 3 Ortsteilen in 10 Minuten wirksame Hilfe leisten muss!

Dies ist uns leider nicht überall möglich, da unser Gerätehaus 1 Kilometer von der Ortsmitte entfernt steht und dadurch 95 % der Kameraden und Kameradinnen zum Gerätehaus fahren müssen. In der Regel rückt das erste Fahrzeug erst nach 7 min aus, das heißt, es bleiben noch 2 Minuten Fahrzeit und 1 Minute Erkundungszeit um wirksame Hilfe zu leisten. Weiterhin ist das bestehende Gerätehaus nicht mehr auf dem aktuellen baulichen Stand. Veraltete Elektrik, fehlende Stellplätze, zu kleine Umkleiden und Schulungsräume sowie fehlende Sanitäreinrichtungen sind Gründe für die Empfehlung eines Gerätehausneubaus in zentraler Lage. Ein weiterer Punkt im Gesetz ist die Vorhaltung von Technik nach sogenannten Risikoklassen. Im gesamten Stadtgebiet sind 60 Objekte mit über 8 Meter Brüstungshöhe. Diese Objekte sind mit den mitgeführten Leitern der Feuerwehr Lehesten nicht erreichbar und hierfür schreibt das Gesetz die Vorhaltung einer Drehleiter innerhalb von 10 Minuten vor. Zurzeit werden bei Ereignissen in solchen Objekten die Drehleitern aus Ludwigstadt und Bad Lobenstein alarmiert. Diese sind aber durch ihre Ausrückezeit und Fahrzeit nicht vor 20 Minuten in Lehesten. Durch diese Situation wurde der Stadt die Anschaffung einer eigenen Drehleiter empfohlen! Das am Standort Lehesten stationierte Tanklöschfahrzeug ist Baujahr 1994 und somit in die Jahre gekommen, im Brandschutzbedarfsplan wurde darauf hingewiesen und eine Ersatzbeschaffung in den nächsten 5 Jahren empfohlen.

Es ist die Plicht einer Stadt ihre Feuerwehr zum Schutze jedes einzelnen Bürgers nach Recht und Gesetz auszustatten und zu unterhalten. Wir als Feuerwehr fordern nicht, wir haben in einem Brandschutzbedarfsplan auf die Situationen hingewiesen, jetzt muss die Stadt entscheiden in welchem Maß diese Dinge umgesetzt werden.  Die Feuerwehr funktioniert auf Knopfdruck und dafür sollte das Mindestmaß an gesetzlich vorgeschriebener Technik, persönlicher Schutzausrüstung und sonstiger Ausrüstung bereitgestellt werden.

„Denn für uns gilt, unsere Freizeit für ihre Sicherheit."

Dennis Zwerrenz
Stadtbrandmeister
FF Lehesten